Über den Ta Pa Bum – Hilfsprojekt e.V.

Was macht der Ta Pa Bum – Hilfsprojekt e.V.?

Alltag in einem Bergdorf

Alltag in einem Bergdorf

Ohne den Abschluss einer weiterführenden Schule läuft auch auf dem thailändischen Arbeitsmarkt nichts. Eine weiterführende Schule besuchen zu können, ist jedoch nicht so ohne weiteres möglich: Für Kinder aus der schwer zugänglichen Bergregion in Nordthailand sind öffentliche Thai-Schulen oft viel zu weit weg. Hier setzt das Ta Pa Bum – Hilfsprojekt an: Kinder aus dem Bergstamm der Karen können während der Schulzeit im Ta Pa Bum Haus wohnen, das in der Nähe einer Thai-Schule liegt. Die Hauseltern Prapan und Mietda, selbst Karen, sind rund um die Uhr und in allen Belangen für die Kinder da: Sie unterstützen sie bei den Hausaufgaben, helfen bei individuellen Schwierigkeiten und kümmern sich um ihre medizinische Betreuung. Über die Schulbildung hinaus fördern sie die Kinder ganzheitlich. Sie bringen ihnen die Karen-Sprache und -Schrift bei, um ihre kulturelle Identität zu stärken; sie leben mit ihnen zusammen den christlichen Glauben, der ebenfalls Teil der Karen-Kultur ist. Und sie vermitteln den Kindern auch praktische Fertigkeiten, zum Beispiel das Anlegen eines Gartens und die Aufzucht von Tieren. So können sie sich auch mit geringem Einkommen gut selbst versorgen.

Wie ist der Ta Pa Bum – Hilfsprojekt e.V. entstanden?

Stammeskinder und Hauseltern in traditioneller Karen-Tracht

Stammeskinder und Hauseltern in traditioneller Karen-Tracht

Prapan und Mietda gehören selbst zum Stamm der Karen. Nach Prapans theologischer Ausbildung arbeiteten beide für eine Nichtregierungsorganisation in Chiang Mai, der größten Provinzstadt Nordthailands. Dort bewährten sie sich als Hauseltern für Kinder eines anderen Bergstammes. Während dieser vier Jahre reifte ihr Entschluss, ein Projekt für Karen-Kinder aufzubauen. 2001 bauten sie auf einem Familiengrundstück im kleinen Thai-Ort Ta Pa Bum eine erste Bambushütte. Ta Pa Bum besitzt eine Schule für die Klassen 1-6 und in nur 10 km Entfernung gibt es eine weiterführende Schule für die Klassen 7-12. Zunächst wohnten fünf, später neun Kinder aus ein bis zwei Stunden entfernten Bergdörfern während der Schulzeit bei Prapan und Mietda. Da die Eltern der Kinder meist als schlecht bezahlte Tagelöhner arbeiten oder vom Reisanbau leben, erwarten Prapan und Mietda nur einen kleinen Eigenbeitrag: Die Eltern stellen selbst die Reismenge, die ihr Kind pro Schulhalbjahr benötigt. Die Arbeit begann unter großen Schwierigkeiten und ohne externe Unterstützung.

Was will unser Verein?

Bei der Reisernte

Bei der Reisernte

Tobias Müller, heute erster Vorsitzender des Ta Pa Bum – Hilfsprojekt e.V., lernte Prapan und Mietda 2004 während seines Zivildienstes in Nordthailand kennen: „Obwohl ich während meines zweijährigen Einsatzes in Thailand schon viel Armut gesehen hatte, machten mich die Lebensumstände von Prapan, Mietda und den Kindern und vor allem ihre Wohnsituation in stark verfallenen Bambushütten sehr betroffen.” 2005 rief er daher erstmalig eine Spendenaktion ins Leben, um den Bau eines wetterfesten Hauses zu ermöglichen. Einigen Spendern war es ein Anliegen das Projekt dauerhaft zu unterstützen, um den Kindern Monat für Monat genügend Lebensmittel, Hygieneprodukte sowie Schul- und Lernmaterialien zur Verfügung stellen zu können. Um noch mehr Kindern einen qualifizierten Schulabschluss und eine ganzheitliche Förderung zu ermöglichen, gründete die Unterstützergruppe im Jahr 2011 einen Verein: Den Ta Pa Bum – Hilfsprojekt e.V.

Mittlerweile leben ca. 25 Kinder auf dem Gelände des Ta Pa Bum – Hilfsprojekts. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung wurden mehrere Gebäude gebaut, ein Garten für den Eigenbedarf an Gemüse angelegt und mit einer Fisch-, Schweine- und Rinderzucht begonnen.

Wir sind ein kleiner und persönlicher Verein. Alle Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich, so dass jeder gespendete Euro ohne Abzüge dem Projekt in Thailand zugute kommt. Dadurch können wir auch mit kleinen Spendenbeträgen viel bewirken.