Die Kinder sind schon seit einigen Tagen aufgeregt, denn Besuch aus Deutschland kündigt sich an: Der 1. Vorsitzende des Vereins und ein weiterer Unterstützer besuchen das Projekt für einige Tage. Sie kommen nicht mit leeren Händen: gespendete Kleidung, Spiele, und weitere Dinge füllten ihre Koffer und werden mit viel Spaß verteilt und anprobiert.
Autor: TPB-Blogger
Weihnachtsfeier 2018
Dieses Jahr wurde ein ganz besonderes Weihnachtsfest gefeiert. Der Ablauf war ähnlich wie in den Jahren zuvor: Zunächst wurde eingekauft, alles festlich dekoriert und das Essen vorbereitet. Dann wurde gemeinsam gesungen, die Weihnachtsgeschichte gelesen und Gottesdienst gefeiert. Im Anschluss wurden Geschenke gewichtelt, das traditionelle „Muu Gatha“ gemeinsam gegessen und Süßigkeiten genascht. Aber die Besonderheit war, dass das Weihnachtsfest zum ersten Mal selbst finanziert wurde, und zwar durch eine Spende von unserem ehemaligen Studenten Chakorn. Er ist weiterhin sehr mit dem Ta Pa Bum – Hilfsprojekt verbunden und kommt regelmäßig zu Besuch vorbei, obwohl seine jetzige Arbeitsstelle in einem Landkrankenhaus beschwerliche 5h Reise auf schlechten Straßen entfernt ist. Es ist schön zu sehen, wenn die ehemaligen Schüler selbst Verantwortung übernehmen und die nächste Generation unterstützen.
Boden und Fensterrahmen für das Jungshaus
Die Regenzeit ist um und die Reisernte ist eingefahren – jetzt kann die Arbeit am neuen Haus für die Jungs weitergehen. Dazu nutzt Prapan seine selbst gebaute Tischkreissäge um die Holzbohlen für den Boden auf das entsprechende Maß zu bringen. Anschließend werden diese eine nach der anderen im Haus verbaut und noch feinjustiert.
Wie auf den Bildern zu erkennen ist, hat Prapan mittlerweile auch schon die Grundstruktur der Seitenwände aufgebaut, in denen bereits die Fensterrahmen zu sehen sind.
Der Reis ist reif zur Ernte
Dieses Jahr hat es lange gedauert, bis der Reis reif zur Ernte war – bis in den Dezember hinein. Dafür konnte der November schon genutzt werden, um „Seile“ aus Bambus herzustellen, die genutzt werden um die Reisgarben zusammen zu binden.
Die Reisernte ist eine anstrengende Sache – gut, dass es viele Helfer gibt. Zum einen hilft man sich innerhalb der Verwandtschaft und Nachbarschaft immer gegenseitig – so wird ein Feld nach dem anderen gemeinschaftlich abgeerntet. Zum anderen helfen auch die älteren Kinder aus dem Ta Pa Bum – Hilfsprojekt mit und auch einige Eltern nehmen den Weg aus ihren Dörfern auf sich, um bei der Reisernte zu unterstützen.
Bei der Reisernte wichtig sind:
- gute Schutzkleidung: Die Sonne brennt sehr stark, an den Reispflanzen kann man sich schneiden und natürlich juckt die Haut bei Berührung mit dem Reis
- eine ordentliche Mittagspause aus der alle gestärkt hervorgehen
- trotz aller Arbeit Spaß an der Sache – das macht die Arbeit leichter und die Zeit geht schneller um 🙂
Bambusseile herstellen für Reisgarben
In Vorbereitung auf die Reisernte werden aus frischem Bambus „Seile“ hergestellt, mit denen später die Reisgarben zusammen gebunden werden.
Musik in allen Formen
Das Volk der Karen, zum dem die Kinder im Ta Pa Bum – Hilfsprojekt gehören, liebt das Musizieren. Und so vergeht fast kein Tag, an dem nicht gemeinsam auf Instrumenten gespielt und gesungen wird. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Lieder auf Karen, Thai oder English sind – Musik bereitet einfach Freude.
Abendessen vorbereiten
Wenn viele Kinder Hunger haben, muss auch viel gekocht werden. So ist es gut, wenn es viele helfende Hände gibt.
Lichterfest
Im November findet jährlich das thailändische Lichterfest statt. Auch die örtliche Schule organisierte eine Veranstaltung, bei der die traditionellen Schiffchen gebastelt und im nahegelegenen Fluss auf ihre Reise geschickt wurden. Eine schöne Abwechslung zum Alltag.
Feuerholz – alles muss zersägt werden
Ein Teil der Mahlzeiten im Ta Pa Bum – Hilfsprojekt wird immer traditionell mit Holzfeuer zubereitet. Das spart nicht nur Geld sondern ist vor allem wichtig, damit die Kinder diese in ihren Heimatdörfern übliche Form des Kochens auch beherrschen.
Um für knapp 30 Leute zu kochen ist natürlich immer eine große Menge an Feuerholz nötig und so braucht es viele helfende Hände, die im Wald altes, trockenes Holz einsammeln und dann auf die richtige Größe verkleinern. Und das macht zusammen natürlich viel mehr Spaß als alleine 🙂
Alltag im November
Nach dem die Regenzeit nun endgültig zu Ende ist und die kalte Jahreszeit vor der Tür steht ist mal wieder ein Großputz in Ta Pa Bum notwendig. Dazu werden die Besen geschwungen und das Unkraut ausgerupft.

























































































