In Thailand gibt es sehr viele Hunde die auf der Suche nach Essen umherstreunen. Gerne schleichen sie sich dabei auch aufs Grundstück des Ta Pa Bum – Hilfsprojekts und klauen dort z.B. Eier und andere essbare Dinge, die sie finden können. Außerdem gibt es viele fahrende Händler in Thailand, die plötzlich auf dem Grundstück stehen und ihre Ware anbieten wollen (z.B. Kohle). Um den Kindern hier den notwendigen Schutz zu gewähren haben diese gemeinsam mit Prapan und Mietda nun einen Zaun um die Grundstücksgrenzen gezogen, so dass alle Händler über das Hoftor hereinkommen müssen und nicht unbemerkt auftauchen können.
Autor: TPB-Blogger
Einzug ins Jungshaus
Nun ist es eeendlich soweit: Nach dem wir vor fast drei Jahren damit begannen ein neues Jungshaus zu planen, ist nun der Tag des Einzugs gekommen. Etwa 2,5 Jahre Bauzeit liegen nun hinter uns. Nachdem das Grundgerüst und das Dach recht schnell errichtet waren musste Prapan eine längere Pause einlegen, da das benötigte Holz nicht geliefert werden konnte. Damit die Jungs im Anschluss an die Sommerferien trotzdem eine Bleibe hatten, baute er unterhalb des Jungshauses behelfsmäßig einen Anbau aus Bambusholz. Ende 2018 konnte Prapan die Arbeit am Jungshaus wieder aufnehmen und so wurden Boden, Wände und Decken im Jahr 2019 Stück für Stück errichtet. Im Jahr 2020 folgten dann noch die Fensterläden, Streicharbeiten und natürlich die Elektrizität. Über die Suche nach „Jungshaus“ lassen sich die einzelnen Etappen des Baus sehr gut nachvollziehen.
Nach dieser langen Zeit ist es für die Jungs natürlich ein ganz besonderes Erlebnis endlich in das Haus einziehen zu können, an dem sie auch so viel mitgearbeitet haben. Während sie zuvor jahrelang eng an eng nebeneinander lagen, haben nun alle richtig viel Platz für sich selbst, Ventilatoren, die sie kühlen und eine tolle Sitzgelegenheit im Eingangsbereich.
Neue Kinder in Ta Pa Bum
Zum Abschluss des vergangenen Schuljahres haben uns 3 Kinder verlassen: Miuw hat das 12te Schuljahr beendet und damit ihre Schullaufbahn erfolgreich abgeschlossen. Die beiden Geschwisterkinder Daaw und Dawan werden auf Wunsch ihrer Eltern zukünftig bei Ihrer Oma wohnen und dort zur Schule gehen, um der Oma Gesellschaft zu leisten.
Gleichzeitig sind im neuen Schuljahr drei neue Kinder zu uns gekommen. Das Geschwisterpaar Modsom und ihre große (obwohl körperlich kleinere) Schwester Gogoh sowie Warapoan. Wir freuen uns darüber diesen drei Kindern zukünftig die Möglichkeit zu geben im Ta Pa Bum – Hilfsprojekt zu wohnen und zur Schule zu gehen.
Neue Türen für die Jungstoilette
Dank einer Spendenaktion im Rahmen eines Gospelkonzerts im Jahr 2012 konnten im Jahr 2013 „Badehäuschen“ für die Jungs und Mädels gebaut werden. Durch die tägliche Nutzung in den vergangenen 7 Jahren war eine Renovierung dringend überfällig und nachdem bereits in den vergangenen Monaten die Armaturen erneuert wurden, konnte Prapan nun auch noch gemeinsam mit den Jungs die Türen austauschen.
Gemeinsames Kochen, Essen und Aufräumen
Mit allen zusammen macht die Arbeit immer mehr Spaß. Da ist es völlig egal, ob während der Regenzeit aufgrund der rasend schnell wachsenden Bäume und Sträucher der Grünschnitt anfällt, oder das gemeinsame Kochen auf dem Plan steht. Und wenn es dann noch Khao Soi gibt, was ein sehr beliebtes Gericht vor allem in Nordthailand ist, dann ist die Laune umso besser 🙂
Corona-Maßnahmen in Ta Pa Bum
Das neue Schuljahr hat begonnen und auch in Thailand läuft aufgrund von Corona mittlerweile vieles anders, als noch im letzten Schuljahr:
- Die Kinder in der weiterführenden Schule wurden in Gruppen eingeteilt und werden nun nur noch jede zweite Woche vor Ort unterrichtet. In der jeweils anderen Woche erhalten sie Aufgaben für zu Hause, teilweise auch online: Gut, dass wir schnelles Internet und ausreichend PCs in Ta Pa Bum haben.
- In den Schulen selbst herrscht Maskenpflicht und Abstandsgebot
Auch im Ta Pa Bum – Hilfsprojekt versuchen Prapan, Mietda und die Kinder sich so gut es geht an alle erforderlichen Maßnahmen zu halten:
- Statt wie bisher aus einem Behälter haben nun alle Kinder eigene Trinkbehältnisse
- Überall steht ausreichend Desinfektionsmittel parat
- Die Kinder haben Ihre Schlafplätze auf die Räume auf dem Gelände verteilt, so dass nun ausreichend Abstand zwischen den Schlafplätzen herrscht
Auf den Bildern sind einige Eindrücke „vom neuen Leben mit Corona“ zu sehen.
Endlich wieder Leben in Ta Pa Bum
Nach einer langen Corona-Pause kehrt endlich wieder Leben in Ta Pa Bum ein: Mit ca. 6 Wochen Verspätung startet in Ta Pa Bum in wenigen Tagen das neue Schuljahr. Noch ist unklar, welche Regeln genau gelten werden und wie alles in den einzelnen Schulen umgesetzt werden soll, aber das kennen wir aus Deutschland ja auch. Jetzt ist es erst einmal schön zu sehen, dass die Kinder wieder vor Ort sind und das Ta Pa Bum – Hilfsprojekt dafür genutzt werden kann, wozu es eigentlich da ist: Kindern die Möglichkeit zu geben eine Schulbildung zu erhalten und gleichzeitig mehr vom christlichen Glauben zu erfahren.
Abkühlung im Mädchenschlafraum
Nachdem es während der vergangenen Jahre einige Stolperunfälle und abgerissene Kabel gegeben hat, haben wir nun beschlossen statt den bisher genutzten transportablen bodenstehenden Ventilatoren feste Wandventilatoren installieren zu lassen. Das macht es nicht nur sicherer, es gibt auch weniger Diskussionen darüber, wo jetzt welcher Ventilator genau stehen soll (der ein oder andere Leser wird dieses Thema aus dem eigenen Haushalt oder vom Arbeitsplatz her kennen 😉 ).
Da sich die Mädels aufgrund von Corona aktuell in „verlängerten Sommerferien“ befinden, sieht es im Schlafraum gerade noch recht chaotisch aus 😉
Jungshaus – Jetzt gibt’s „Feuer vom Himmel“
Ein weiterer wichtiger Abschnitt im Bereich Bau des Jungshauses steht jetzt an: Es bekommt endlich „Feuer vom Himmel“. Wer sich jetzt fragt, was das denn sein soll, dem geht es so wie wahrscheinlich fast allen Ausländern, die Thai lernen, denn das ominöse „Feuer vom Himmel“ ist auf Thai ganz einfach Strom bzw. Elektrizität 🙂
Ähnlich wie in Deutschland darf die Hauselektrik in Thailand nur von ausgebildetem Personal installiert werden. Daher sieht man auf den Bildern Prapan ausnahmsweise mal nicht als den Hauptakteur. Jedoch spielt das Cajon bei der Verlegung der elektrischen Leitungen mangels vorhandener Leitern eine nicht unwesentliche Rolle und dass wir uns gerade mitten in der heißen Jahreszeit mit Temperaturen bis annähernd 50°C befinden, ist auf den Bildern auch gut erkennbar 🙂
Betonvorplatz Jungshaus – oder „Schuhabstellplatz“
Wer schon einmal in Thailand war, der weiß, dass eines der obersten Gebote ist, dass man nicht mit Schuhen das Haus betritt. Um das zu ermöglichen muss es natürlich auch einen Ort geben, an dem man die Schuhe abstellen kann. Für das Jungshaus ist es nun soweit, dass Prapan genau diesen Platz vorbereitet. Zur Stabilisierung des Betons wird statt einer in Deutschland üblichen Baustahlmatte ein Geflecht aus Bambus genutzt 🙂
Eine besondere Helferin ist auch vor Ort: Prapans Tochter Faeg, die nach ihrem Studienabschluss mittlerweile in der Verwaltung einer Schule arbeitet wurde Corona-bedingt von ihrer Schule leider freigestellt und unterstützt daher aktuell ihre Eltern.
Der „Schuhabstellplatz“ in Benutzung ist auf dem letzten Bild zu sehen 🙂







































































